Anerkennung der Schwer­behinderten­eigenschaft und Zuerkennung des
Merkzeichens "G" bei beidseitigem Beinlymphödem

Grad der Behinderung bei Lymphödemen beträgt bei erheblicher Beeinträchtigung je nach Ausmaß 50-70

Das Sozialgericht Karlsruhe hat entschieden, dass ein beidseitiges Beinlymphödem, das zu einer Einschränkung der Höchstgehleistung von nur noch 100 Metern führt, die Anerkennung der Schwer­behinderten­eigenschaft und die Zuerkennung des Merkzeichen "G" (erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr) rechtfertigen kann.

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Liposuktion beim Lipödem des Stadium III

Am 19.09.2019 wurde beim Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen, dass die Liposuktion beim Lipödem für Stadium III-Betroffene ab Januar 2020 bis 31.12.2024 befristet in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen wird.

Das bedeutet, für die Praxis:

- bis zu einem BMI 35 hat man - wenn man die gestellten Voraussetzungen, wie in der Leitlinie Lipödem erwähnt, erfüllt - Anspruch auf die notwendigen OPs.

- ab einem BMI 35 - 40 steht eine Adipositasbehandlung per Ernährungsumstellung /-beratung und abnehmen (bis zum BMI 35) im Vordergrund.

- ab einem BMI 40 soll keine OP erfolgen.

Nach dem oben genannten Zeitraum wird, aufgrund des Endes der parallel laufenden Studie mit den Stadien I - III, alles neu bewertet.

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Konservative Therapie - Eine der Voraussetzungen für die Liposuktion

Um die Voraussetzungen (für den Erhalt der Liposuktion) im konservativen Bereich erfüllen zu können, wurde ebenfalls beschlossen, die Heilmittelrichtlinie zu ändern. Demnach soll es künftig auch für Lipödembetroffene, die keine Lymphödembeteiligung haben, möglich sein, die manuelle Lymphdrainage in Anspruch nehmen zu können.

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