Die Symptome sind im Prinzip immer gleich und vor allem immer symmetrisch,
also immer gleichermaßen in den Extremitäten vorhanden:


- Druckschmerz;
- Berührungsempfindlichkeit;
- Hämatomneigung, selbst bei geringem Anstoßen;
- dellige und knotige Haut;
- kalte Haut;
- Hände und Füße nicht betroffen;
- schwere Arme und Beine.


Druckschmerz

Ein an Lipödem erkranktes Gewebe ist IMMER schmerzhaft! Ein Arzt diagnostiziert das
Lipödem unter anderem mit dem Drucktest. Er packt also etwas kräftiger in das erkrankte
Gewebe - wenn dies schmerzt und auch die weiter genannten Symptome vorhanden sind,
wird es sich höchstwahrscheinlich um ein Lipödem handeln.

Berührungsempfindlichkeit

Wenn schon eine leichte Berührung als sehr unangenehm empfunden wird.

Hämatomneigung

Man stößt irgendwo an, registriert das selbst nicht mal richtig und hat plötzlich einen dicken
blauen Fleck. Jeder Türgriff mit anschließendem Hämatom am Arm oder jede Tischecke mit
anschließendem Hämatom am Bein stehen an oberster Stelle. Selbst Stühle mit Armlehnen,
die bisweilen viel zu schmal sind, können Hämatome an den Außenseiten der Beine hervor-
rufen.

Dellige und knotige Haut

Im Unterhautfettgewebe haben sich Knoten gebildet, die auf Druck sehr schmerzhaft sind.
Ebenso hat sich dellige Haut gebildet, weil sich die gesamte Struktur unterhalb der Haut
verschoben hat. Der Volksmund nennt dies Cellulite (Orangenhaut). Wenn keine Schmerzen
vorhanden sind, handelt es sich wahrscheinlich um eine Lipohyertrophie, die nicht behandlungs-
bedürftig ist.

Kalte Haut

Häufig wird uns mitgeteilt, dass die betroffenen Hautareale oft kalt sind, obwohl der Rest
des Körpers warm ist. Wir führen das auf eine schlechtere Durchblutung des Unterhautfett-
gewebes zurück, was allerdings noch nicht wissenschaftlich untersucht wurde.

Hände und Füße nicht betroffen

In Händen und Füßen gibt es kein Lipödem, sagt man. Beides ist bei einem allein vorhandenem
Lipödem schlank. Das sogenannte "Stemmersche Zeichen" ist negativ. Das bedeutet, dass man
die Hautfalten auf den Zehen und auf den Fingern anheben kann. Sollten Hände und Füße jedoch
Schwellungen aufweisen, so könnte das auf ein gleichzeitig vorhandenes Lymphödem hindeuten.

Schwere Arme und Beine

Ich habe Beine, wie Blei. Diese Aussage hört man immer von Lipödembetroffenen. Die Beine
sind so schwer,
ich komme die Treppenstufen nicht mehr hoch. Die Arme sind so schwer, ich
kann meine Haare nicht
mehr fönen oder Gardinen aufhängen ist nicht mehr möglich. Man hat
das Gefühl, als hätte jemand einem Bleigewichte an die Beine und Arme gehängt.